Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg

ortsvereinigung der goethe-gesellschaft in weimar

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Goethe-Gesellschaft-Ludwigsburg

Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg e. V. ist eine Ortsvereinigung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar und fühlt sich deren Aufgaben verbunden. Diese sind vorrangig, Leben und Werk Goethes und das seiner Zeitgenossen einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen und ihre kulturelle Bedeutung aufzuzeigen. Darüber hinaus möchte die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg ein Forum der Begegnung von Liebhabern des geschriebenen Wortes sein.

Derzeit gibt es in Deutschland 61 Goethe-Gesellschaften (Ortsvereinigungen) mit mehr als 7.000 Mitgliedern, die im Rahmen des kulturellen Lebens ihrer Städte selbständig arbeiten. Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg wurde am 16. Januar 1998 von Monika Schopf-Beige und weiteren 24 Goethe-Freunden gegründet; der Stamm der Gründungsmitglieder bestand zum großen Teil aus Teilnehmern von Goethe-Seminaren an der Volkshochschule Ludwigsburg, die dort von der Vorsitzenden in einem Zeitraum von über 10 Jahren regelmäßig durchgeführt wurden. Die Goethe-Gesellschaft Ludwigsburg wurde in Weimar als 50. Ortsvereinigung registriert und zählt heute 84 Mitglieder.
Bedeutend für die hiesige Ortsvereinigung und was von ihr entsprechend gewürdigt wird, ist die biographische Nähe Schillers zu Ludwigsburg, der hier sieben Jahre zur Schule ging und dessen spätere Freundschaft mit Goethe die wichtigste Grundlage der deutschen Klassik bildet. Auch dem Wirken der vier berühmten Ludwigsburger Söhne: Justinus Kerner (1786-1862), Eduard Mörike (1804-1875), David Friedrich Strauß (1808-1874) und Friedrich Theodor Vischer (1807-1887) wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt.

 


Zu Goethes Bedeutung


Als hervorragender deutscher Dichter und Haupt der deutschen Klassik war Goethe zugleich universeller und maßgeblicher Denker von stärkstem Einfluss auf die europäische Literatur und Geistesgeschichte der Neuzeit.
Der Einfluss seines Werkes besteht unvermindert fort und ist geeignet, auch für die Zukunft die stärksten Impulse zu setzen. Vor allem im bedeutendsten Drama der Neuzeit, dem Faust, liegt eine Dichtung vor, die in ihrer vollen, weit ins Esoterische hineinreichenden Relevanz bis heute noch erst in den Anfängen erkannt ist und trotz seither umfangreicher Bemühungen Vorstöße in bisher unbekannte geistige Geheimnisse verspricht.
Der deutschen Dichtung gab Goethe eine neue Erlebnistiefe und dynamische Aussagekraft in freirhythmisch-hymnischer Lyrik, sowohl im Drama (Götz von Berlichingen und Urfaust) als auch unter Einbeziehung empfindsamer Elemente im Roman (Die Leiden des jungen Werther). Zu der vom Erlebnis der Antike ausgehenden klassischen Epoche bekamen seine formstrengen, überpersönlichen und harmonischen Dichtungen eine geläuterte, streng stilisierte Sprache. Neben seiner Dichtung, die er „Bruchstücke einer großen Konfession“ nennt, und umfangreichen autobiographischen Schriften (Dichtung und Wahrheit, Italienische Reise), naturwissenschaftlichen Studien und Entdeckungen, war Goethe auf der Suche nach den Gesetzen der organischen Entwicklung in morphologischer Betrachtungsweise.



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